Papst Franziskus, der 88 Jahre alt ist, befindet sich seit Mitte Februar wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen, was die Diskussion über seine Nachfolge angeregt hat.
Der Vatikan versichert, dass sich der Papst auf dem Weg der Genesung befindet. Doch angesichts seines fortgeschrittenen Alters und seiner gesundheitlichen Vorgeschichte bleibt ungewiss, wie es um seine Verfassung steht.
Die Vergänglichkeit des Lebens betrifft auch Päpste und das ist im Vatikan nichts Neues. Der Gesundheitszustand des Papstes, der in der Regel älteren Semesters ist, wird zunehmend zu einem zentralen Gesprächsthema, je weiter er in die Jahre kommt.
Um die Bedeutung der Gesundheit des Papstes zu verstehen, sollte man den Vatikan als eine Art absolute Monarchie betrachten. Der Papst hat in vielen entscheidenden kirchlichen Belangen das letzte Wort und kann Entscheidungen allein treffen. Dennoch stellt sich immer die Frage, ob es weise ist, diese umfassende Macht zu nutzen.
Franziskus wird oft nachgesagt, dass er viele Entscheidungen vor Ort selbst getroffen hat. Wenn seine Gesundheit beeinträchtigt ist, gerät die katholische Kirche mit ihren rund 1,4 Milliarden Gläubigen ins Stocken.
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Sobald der Papst vermehrt durch seine engen Mitarbeiter kommuniziert, insbesondere durch seinen einflussreichen Privatsekretär, ist klar, dass eine neue Ära in seinem Pontifikat beginnt. In diesem Moment fangen auch die stillen, vorsichtigen Gespräche über seine Nachfolge an.
Die derzeit 138 wahlberechtigten Kardinäle, die bei der Wahl unter 80 Jahre alt sein müssen, sind ebenfalls nicht mehr die Jüngsten und haben ihre eigenen gesundheitlichen Herausforderungen. Kleriker sind letztendlich auch nur Menschen, und ihre Charaktere sind nicht automatisch besser, nur weil sie geistlichen Standes sind.
Die Machtspiele im Vatikan sind berüchtigt und haben in der Vergangenheit sogar zu Mordversuchen geführt. Diese Rivalitäten sind so bekannt, dass sie einen eigenen Begriff haben: invidias clericalis, der Neid unter den Klerikern. Ein Beispiel für solch einen Machtkampf ist die Rivalität zwischen Josef Clemens und Georg Gänswein, die beide eng mit dem ehemaligen Papst Benedikt XVI. verbunden waren.
Gänswein übernahm die Position des Privatsekretärs und wurde zu einer der einflussreichsten Figuren im Vatikan, während Clemens in ein anderes Ministerium versetzt wurde. Diese Intrigen zeigen, wie hart umkämpft die Macht im Vatikan ist.
Als Johannes Paul II. schwer krank wurde, übernahm sein Sekretär Stanislav Dziwisz die Kommunikation des Papstes, was auch für den aktuellen Sekretär von Franziskus, Pater Daniel Pellizzon, der Fall sein könnte, sollte sich der Gesundheitszustand des Papstes weiter verschlechtern.
Der Papst hat bis zu seinem letzten Atemzug das Sagen über die Weltkirche, es sei denn, er entscheidet sich für einen Rücktritt, was durch Benedikt XVI. als Präzedenzfall denkbar geworden ist.
Die Kardinäle sind heutzutage weniger persönlich miteinander verbunden, da viele von ihnen nicht mehr aus Italien oder Europa stammen. Es wird daher erwartet, dass in der nächsten Papstwahl zwei starke Fraktionen gegeneinander antreten: eine liberale, weltoffene Gruppe und eine konservative Fraktion.
Die Kardinäle, die von Franziskus ernannt wurden, werden im Konklave eine entscheidende Rolle spielen. Aktuell diskutieren sie möglicherweise, ob sie einen Kandidaten wählen, der die Reformbestrebungen des Papstes fortführt, oder einen, der auch die konservativen Ansichten berücksichtigt.
Während er im Krankenhaus ist, weiß Papst Franziskus um die Intrigen und Machenschaften, die im Vatikan stattfinden. Er hat es nicht geschafft, die Machtspiele und das intrigante Verhalten, die seine Vorgänger erlebten, zu beenden.
Franziskus hat nie in Luxus gelebt; stattdessen stellte er sich oft in die Warteschlange in der Kantine, um seine Verbundenheit mit dem einfachen Volk zu zeigen und um sich vor möglichen Gefahren wie Vergiftungen zu schützen, die seine Vorgänger erlebt haben könnten.